MIKE STRAUCH // EXIT

Mike Strauch, Tulpen, 2020, Öl auf Leinwand, 120 x 100 cm
 
MIKE STRAUCH // 
 
EXIT
 
ERÖFFNUNG
Freitag,  25. September 2020, 19 Uhr
Einführung: Asja Wolf
 
Der Künstler ist anwesend.

AUSSTELLUNG
26. September – 23. Oktober 2020
 
Herzliche Einladung zur Ausstellung
 
Die Galerie A.G. zeigt aktuelle Arbeiten von Mike Strauch auf den Experimentierfeldern der Malerei und Zeichnung, entrückte Landschaftsausblicke von zärtlicher Radikalität. Ein motivisches Kontinuum bildet die unmittelbare Umgebung des mecklenburgischen Schaffensortes und speist sich gleichsam aus in der Fremde erlebter morbider Schönheit. Mike Strauch ist ein Meister im Inszenieren aufgeladener Stimmungslandschaften, in denen sich die Intensität des flüchtigen Augenblicks manifestiert. Seinen Bildern wohnt die Poesie einer ursprünglichen Natur inne, obgleich sie die bedrohliche Gegenwartsperspektive indirekt kommentieren. Der Mensch ist nie als Protagonist präsent, die Spuren seiner Domestikation artikulieren sich in immer wiederkehrenden utopischen Bauwerken, deren architektonischer Brutalismus in den Wettstreit mit der Kraft der Natur tritt und gleichsam auf das menschliche Bedürfnis nach Geborgenheit und Stabilität (in instabilen Zeiten) verweist. Neben Landschaften bestehen auch rein abstrakte Arbeiten, die spielerisch seine Stärke einer kompositionsgebunden Bildsprache zelebrieren. Seit einiger Zeit finden auch Fragmente von Blüten, vor allem Tulpen, Eingang in seine Bildwelten. Die Tulpe ist metaphorisch als Symbol für Eroberung, Erfolg oder Eros aufgeladen. Die Jahrhunderte alte Geschichte dieser Blume – Importschlager aus dem Orient, exotische Gartenpretiose und vor allem legendäres Spekulationsobjekt im 17. Jahrhundert -, das alles sickert nach und nach mit in den Bildraum und bildet eine Brücke zu einer desaströsen Gegenwartsbeschreibung.
Strauchs Malereiauffassung bewegt sich im Spannungsfeld zwischen Ordnung und Chaos. Er spielt mit der Überlagerung von Indikatoren unterschiedlicher Malerei-Konventionen (illusionistische Zonen, gestische Markierungen mit Sprühfarbe, erratische Linien; spontane und mittelbare Formen der Malerei; Kontrolle und Kontingenz).
Der Befreiung der Malerei aus der überholten Theoriestarre zu Beginn des 21. Jahrhunderts entspringt auch die Verheißung des Ausstellungstitels: „Exit“ – Malerei als Zufluchtsort, eine Art hermetischer Schutzraum und Ausdruck von eroberter Freiheit.
Bei Strauch kommt es zur Verschränkung von malerischen Idiomen, zur Integration von nicht-künstlerischen oder destruktiv konnotierten Praktiken des Farbauftrags, die gleichzeitig zur verbindlichen Form eines Bildes beitragen. Luminöse Farbmodellierungen von verführerischer Weite der beherrschenden Morgen- und Abenddämmerungen werden durch abstrakte Partien gebrochen, die gewissermaßen als Bildstörungen funktionieren und die Konzentration auf Fragestellungen des malerischen Prozesses lenken.
Dabei entspricht die spezifische Ästhetik einer besonderen Sinnlichkeit von Malerei, die den Genuss seiner eigenen Fähigkeiten und Möglichkeiten realisiert. Bei der Betrachtung seiner Bilder kehrt Stille ein. Vielleicht sogar ein bisschen Ehrfurcht, die das Erleben der in Malerei verdichteter Schönheit vor dem Hintergrund der Fragilität dieses paradiesischen Zustands einfordert.

 

Galerie für zeitgenössische Kunst
Lübecker Straße 47 | 19053 Schwerin

Öffnungszeiten: Do. 15-19 Uhr, sowie nach Absprache

Eric Keller & Thomas Fißler // Traces

FINISSAGE
Freitag, 18. September 2020, 17 – 21 Uhr

Eric Keller, Kleine Bühne, 2020, Öl auf Hartfaser, 80 x 100 cm (Detail) // Thomas Fißler, Interior, 2019, Fineartprint, 60 x 40 cm
 

ERIC KELLER / Malerei  &
THOMAS FIßLER / Fotografie // 
TRACES

 
ERÖFFNUNG
Freitag, 21. August 2020, 17 – 21 Uhr

Liebe FreundInnen der Galerie A.G.,

wir freuen uns nach der coronabedingten Absage der Ausstellung im April diesen Jahres, die Doppelschau nun in Schwerin realisieren zu können.
Die Bildwelten von Eric Keller (Malerei) und Thomas Fißler (Fotografie) erzeugen symbiotische Dialoge über die morbide Schönheit zivilisatorischer Spuren. Die Bilddramatik der Interieurs und Stadtlandschaften baut sich leise hinter der verführerischen Ästhetik der Oberfläche auf. Beide Positionen spielen mit der Interferenz der Bildebenen, die technisch manipuliert und bis zum Stereokopie-Effekt gesteigert wie bei Fißler oder surreal aufgelöst in der Malerei von Keller zwischen kollektiven Erinnerungsorten und Traumfrequenzen changieren.


Die Künstler sind anwesend.

www.erickeller.net

 
AUSSTELLUNG
22. August – 18. September 2020

 

Galerie für zeitgenössische Kunst
Lübecker Straße 47 | 19053 Schwerin

Öffnungszeiten: Do. 15-19 Uhr, sowie nach Absprache

CHRISTOPH RODDE // elf.9&5zig

 
CHRISTOPH RODDE
 
elf.9&5zig
 
FINISSAGE
Freitag,  14. August 2020, 17 – 21 Uhr
 
Der Künstler ist anwesend.
 
 
Liebe Freund*innen der Galerie A.G.,

unter dem Titel elf.9&5zig zeigt der Dresdner Künstler Christoph Rodde (*1968, Arnsberg, NRW) eine Auswahl neuer und älterer Arbeiten. Liest man den Titel als Uhrzeit (11:59), kann damit der kurze Moment gemeint sein, bevor sich ein bildlicher Kreis schließt und der nächste beginnt.

Der Titel impliziert die Frage danach, wo wir stehen und wie es weitergehen mag. Ist es eine Hoffnung, vielleicht eine romantische Sehnsucht? Oder ein bildlicher Strich, eine Bilanz? Diese Fragen bezieht Rodde auch auf sein eigenes Schaffen: wie hat er sich künstlerisch in den über 20 Jahren entwickelt, seit er 1999 erstmals Arbeiten in Schwerin in der Galerie Kavka gezeigt hat? Welche Bezüge gibt es zwischen alten und neuen Arbeiten, welche Gruppen haben sich gebildet? Ihn interessieren die Berührungen und Beziehungen der einzelnen Arbeiten untereinander, und so zeigt er neben neuen und speziell für diese Räume geschaffenen auch frühere Werke, darunter einzelne, die schon in seiner ersten Präsentation zu sehen waren.


Rodde interessiert die Übersetzung des Zeichenhaften ins dreidimensional erfahrbare Objekt. So sind Arbeiten zu sehen, die auf dem Boden stehen oder liegen, aus der Wand herausragen oder von oben herabhängen und ihr Ende liegend auf dem Boden finden. Mit Staunen und Neugierde nähert sich der Besucher den filigranen Objekten und Installationen aus unterschiedlichsten Fundstücken und Materialien, die in der Tradition der Arte Povera stehen. Papier, Draht, Wolle und Garne, Stoffreste, hier und da ein Pflanzenstück. Sie gleichen Schmuckstücken oder auch winzig kleinen Gegenständen, Möbeln, die wie sensibel konzipierte Spielzeuge aus einer entrückten Zeit wirken.
 

ERÖFFNUNG
Freitag,  17. Juli 2020, 15 – 21 Uhr


AUSSTELLUNG
18. Juni – 14. August 2020

 

Galerie für zeitgenössische Kunst
Lübecker Straße 47 | 19053 Schwerin

Öffnungszeiten: Do. 15-19 Uhr, sowie nach Absprache

Christoph Rodde, Installationsansicht, Galerie A.G. Schwerin
Christoph Rodde, Installationsansicht, elf.9&5zig, Galerie A.G. Schwerin

PETER KLITTA // WILDWEST

 
PETER  KLITTA
 
WILDWEST
 

ERÖFFNUNG
Freitag,  12. Juni 2020, 15 – 21 Uhr


Liebe Freund*innen der Galerie A.G.,

wir freuen uns nach dem pandemiebedingten Stillstand, unsere Galerieräume wieder öffnen zu können und laden herzlich zu einem Querschnitt durch das aktuelle künstlerische Schaffen von Peter Klitta ein. Neben Malerei stehen erstmals Collagen, Arbeiten auf Papier sowie Objekte im Fokus, die Einblicke in das Bildgedächtnis des Künstlers eröffnen. Unter dem Titel Wildwest untersucht Klitta klischeehafte Vorstellungen vom Wilden Westen und ihre romantisierende Rezeption in der Kunst. Mit Blick auf hegemoniale Ungleichgewichte, ethnopolitische Konflikte und gesetzloser Vermengung von Fiktion und Fakten erscheint der Wilde Westen als fragwürdiges Ideal unserer Gegenwart.


Um die gebotene Abstandsregelung einzuhalten, erstreckt sich die Eröffnung über ein längeres Zeitfenster von 15 bis 21Uhr. Wir bitten um Tragen einer Mund-Nasen-Bedeckung beim Betreten der Ausstellung.

Der Künstler ist anwesend.


AUSSTELLUNG
13. Juni – 10. Juli 2020

 

Galerie für zeitgenössische Kunst
Lübecker Straße 47 | 19053 Schwerin

Öffnungszeiten: Do. 15-19 Uhr, sowie nach Absprache


Installationsansicht